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Kraftstoffverbrauch in der ersten Jahreshälfte 2025 auf Vorjahresniveau

Eine FVMI-Markterhebung verzeichnet im ersten Halbjahr ein Plus bei Benzin und Flugkraftstoffen sowie ein deutliches Plus beim Heizöl. Der Verbrauch von Diesel ist weiterhin rückläufig.

Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Österreichs Straßenverkehr insgesamt rund 3,5 Millionen Tonnen Kraftstoff verbraucht, das entspricht in etwa dem Vorjahreswert. Bei Benzin, das nahezu ausschließlich über die 2.724 öffentlich zugänglichen Tankstellen erworben wird, lag der Verbrauch bei 813.000 Tonnen, was einem Plus von 3 % entspricht. Bei Diesel zeigt sich, wie schon in den Jahren zuvor, eine rückläufige Entwicklung: Mit 2.687.000 Tonnen wurde um 1,7 % weniger Diesel getankt als im selben Zeitraum des Vorjahres. Dabei wurde rund 55 % des Diesels über das öffentliche Tankstellennetz verkauft, der Rest entfällt auf den Großhandel.

 

Der Verbrauch von Flugturbinentreibstoff hat weiterhin angezogen und lag im ersten Halbjahr 2025 bei 473.000 Tonnen. Dieser ist gegenüber der 1. Jahreshälfte 2024 um etwa 7,6 % gestiegen. 

 

Beim Heizöl lässt sich nach einem starken Rückgang im Vorjahr wieder eine steigende Nutzung verzeichnen. In der Kategorie „Heizöl Extraleicht“ wurden 371.000 Tonnen verbraucht, was einem Plus von 23,1 % entspricht. Der Verbrauch von „Heizöl Leicht“ ist mit insgesamt 9.000 Tonnen um rund 3 % gestiegen. Für das kommende Jahr ist jedoch davon auszugehen, dass der Verbrauch von Heizöl wieder zurückgeht und sich auf einem niedrigeren Niveau stabilisiert, da die Förderungen zum Ölkesseltausch deutlich reduziert werden. 

 

Einen Rückgang gab es beim Verbrauch von Bitumen, der vorwiegend im Straßenbau eingesetzt wird. Im ersten Halbjahr 2025 wurden 138.000 Tonnen des Rohstoffs verbraucht, was ein Minus von 3,5 % bedeutet.

 

„Der heimische Kraftstoffverbrauch ist im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleichgeblieben. Mit einem leichten Plus bei Benzin und einem leichten Minus bei Diesel setzt sich der Trend der Vorjahre bei den fossilen Kraftstoffen fort. Die starke Entwicklung beim Heizöl ist nach einem schwachen Vorjahr auf einen Nachholeffekt infolge der Preisentwicklung zurückzuführen. Insgesamt zeigen die Zahlen, dass eine Konsolidierung bei den fossilen Energieträgern stattgefunden hat“, so Hedwig Doloszeski, Geschäftsführerin des Fachverbands der Mineralölindustrie (FVMI).