OMV setzt gemeinsam mit Münzer Bioindustrie einen Meilenstein in puncto Kreislaufwirtschaft: Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt, das 2023 in Wien gestartet wurde, wird das innovative Sammelsystem für Altspeiseöl nun schrittweise in ganz Österreich ausgerollt. Ab sofort stehen an 130 OMV Tankstellen in allen Bundesländern Sammelboxen der Münzer Bioindustrie zur Verfügung. Mit der flächendeckenden Einführung wird das System einer breiten Bevölkerung zugänglich gemacht – direkt dort, wo Mobilität stattfindet. Die einfache und niederschwellige Abgabemöglichkeit an den OMV Tankstellen erleichtert die fachgerechte Entsorgung von Altspeiseöl und leistet gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Kraftstoffproduktion.
Ein Beispiel für alltagstaugliche Kreislaufwirtschaft
Die Sammelaktion ist bewusst einfach gestaltet, um möglichst viele Menschen im Alltag zu erreichen. Wer zuhause Speiseöl oder -fett übrig hat, kann dieses ganz unkompliziert in eine saubere, gut verschließbare Plastikflasche füllen und bei teilnehmenden OMV Tankstellen in die dafür vorgesehenen Sammelboxen werfen. Münzer Bioindustrie holt die vollen Boxen regelmäßig ab, recycelt die entleerten Flaschen und verarbeitet das Öl zu hochwertigem Biodiesel. Aus einem alltäglichen Abfallprodukt wird ein wertvoller Energieträger, der direkt im Verkehr eingesetzt wird.
„Unser Ziel war es, ein alltagstaugliches und umweltwirksames System zu schaffen, das die Menschen direkt erreicht. Noch immer wird Altspeiseöl in vielen Haushalten nicht fachgerecht entsorgt und landet häufig beispielsweise im Abfluss. Die Kooperation mit Münzer war daher ein konsequenter Schritt, um Kreislaufwirtschaft greifbar und sichtbar zu machen – direkt an der Tankstelle“, so Michal Kubinec, Geschäftsführer von OMV Retail Österreich.
Technologie und Kreislaufwirtschaft Hand in Hand
Der aus Altspeiseöl gewonnene Biodiesel wird in der OMV Raffinerie dem OMV B7-Dieselkraftstoff beigemischt, der bis zu sieben Prozent biogene Anteile enthält. Jeder Liter Biodiesel spart dabei rund drei Kilogramm CO₂ ein – ein Wert, der bei den gefahrenen Gesamtkilometern im Straßenverkehr erheblich ins Gewicht fällt. Neben der CO₂-Reduktion stärkt das Verfahren die regionale Wertschöpfung, da Sammlung, Verarbeitung und Nutzung in Österreich stattfinden. Das Projekt zeigt, wie technische Lösungen im Kraftstoffbereich konkret zum Klimaschutz beitragen können – ohne Umrüstungen an Fahrzeugen oder komplexen Veränderungen im Alltag der Kund:innen.