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  Die Tankstelle hat Zukunft

Tankstellen sind seit jeher ein noah-kroes-NjKdduZFHL0-unsplashunverzichtbarer Teil der Mobilitätsinfrastruktur und werden dies auch weiterhin sein. Ihre Rolle wandelt sich jedoch und ist nicht mehr nur auf den Verkauf von Benzin und Diesel begrenzt – Tankstellen werden zunehmen zu „Service Hubs“ mit umfangreichem Angebot umfunktioniert.

Im Kraftstoffmix werden Elektromobilität, Biokraftstoffe und e-Fuels, also mithilfe von Strom aus Wasser und CO2 künstlich hergestellte Kraftstoffe, und für den Schwerverkehr zusätzlich Wasserstoff oder LNG (Liquefied Natural Gas, also verflüssigtes Erdgas) weiter an Relevanz gewinnen. Shell etwa baut derzeit im oberösterreichischen St. Marienkirchen seine erste LNG-Tankstelle – diese soll künftig mit Bio-LNG aus Köln versorgt werden.

Bereits heute fungieren Tankstellen oft als Gemischtwarenhändler mit einem vielfältigen Lebensmittel- und Haushaltsartikelsortiment. Dieser Trend wird sich fortsetzen und das Angebot weiter vergrößert und den Bedürfnissen der Kundschaft angepasst werden. Die Ideen für zusätzliche Serviceleistungen reichen von der Möglichkeit, an der Kassa „Bargeld zu tanken“, bis zum Paket-Abholdienst. Freie Tankstellenflächen können mit Dienstleistungen versehen werden – vom Passfoto- bis hin zum Waschautomaten ist vieles denkbar.

Auch nachhaltige Bau-, Betriebs- und Anlieferungsmethoden gewinnen rasant an Bedeutung. So können neue Tankstellen etwa über Photovoltaikanlagen auf dem Dach oder an den Wänden mit Strom versorgt und damit ein Großteil des elektrischen Energiebedarfs etwa für Kühlungs-, Beleuchtungs- und Heizsysteme umweltschonend gedeckt werden. JET, OMV, Shell und Eni haben diese Technologie an ihren Tankstellen bereits im Einsatz.

Der dynamische Bereich der Tankstelleninfrastruktur befindet sich in einem ständigen Wandel – die eingesetzten Technologien und Konzepte werden stetig weiterentwickelt. Fest steht: die Tankstellen der Zukunft werden bereits heute entwickelt.