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  Heimische Tankstellenmargen bilden weiterhin Schlusslicht

In nur wenigen Ländern EuropasiStock_000016307304XXXLarge liegen die Ertragsmöglichkeiten beim Kraftstoffverkauf unter jenen Österreichs. Zu erkennen ist dies in der kürzlich im deutschen Energie Informationsdienst veröffentlichten Erhebung der Brutto-Tankstellenmargen von Wood Mackenzie für das erste Halbjahr 2019.

Bei Eurosuper rutschte Österreich wieder auf Platz 15 von 16 ab. Bei Diesel ging sich trotz gesunkener Margen der 13. Platz aus. Laut Wood Mackenzie sind die Brutto-Tankstellenmargen bei Eurosuper lediglich in Großbritannien (10,41 Cent) geringer. Bei Diesel liegen die Margen nur in Frankreich (10,17 Cent), Großbritannien (10,78 Cent) und Deutschland (11,23 Cent) unter jenen von Österreich. Die jeweils erstplatzierten Länder können sich im Vergleich über fast dreimal so hohe Bruttomargen freuen: Norwegen bei Eurosuper mit 27,93 Cent und die Schweiz bei Diesel mit 30,12 Cent.

Die Brutto-Tankstellenmargen dürfen jedenfalls nicht mit dem Gewinn verwechselt werden. Dieser ist um Kosten, die für Transport, Investitionen, Betrieb, Instandhaltung und Pächterprovision anfallen, zu bereinigen. Auf das Jahr gerechnet bleibt den Mineralölunternehmen bei ihrem Tankstellengeschäft ein Betrag zwischen 0,5 bis 1 Cent pro verkauftem Liter Kraftstoff übrig.