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  Kraftstoffverbrauch deutlich unter Vor-Corona-Niveau

Der KraftstoffverbrauciStock 000020084614Mediumh in Österreich stieg im ersten Halbjahr 2022 wieder an, der Verbrauch von Flugturbinentreibstoffen hat von einem niedrigen Niveau aus stark angezogen.

Im ersten Halbjahr 2022 betrug der Verbrauch von Benzin und Diesel in Österreich rund 3,8 Millionen Tonnen. Umgerechnet entspricht dies dem Absatz von rund 5,1 Milliarden Liter Kraftstoff, der sich auf etwa 862 Millionen Liter Benzin (OK) und etwa 4,2 Milliarden Liter Diesel (DK) aufteilt. Das Plus beim Benzin beläuft sich auf 23 Prozent, beim Diesel auf 4 Prozent. Etwa 57 Prozent des Dieselkraftstoffes wurden über die 2.748 öffentlich zugänglichen Tankstellen verkauft, während 43 Prozent im Großkundengeschäft vertrieben wurden. Benzin wurde wie in den Jahren zuvor zu annähernd 100 Prozent über den Tankstellenmarkt an die Kund*innen abgegeben.

„Nach einem starken Einbruch der Verbrauchszahlen im Jahr 2020 und einer leichten Erholung im Jahr 2021 zeigt unsere Markteinschätzung für das erste Halbjahr 2022 wieder ein Plus beim Kraftstoffverbrauch – der Verbrauch liegt dennoch weit unter dem Vor-Corona-Niveau. Die Interpretation der Zahlen ist heuer besonders schwierig, weil verschiedene Einflussfaktoren wirken – die Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie genauso wie die allgemeine Teuerung vor dem Hintergrund des Russland-Ukraine-Krieges und des rapiden Zuwachses der Energiepreise“, meint Hedwig Doloszeski, Geschäftsführerin des FVMI.

Der Verbrauch von Flugturbinentreibstoff hat mit einem Plus von 150 Prozent auf fast 290.000 Tonnen wieder deutlich zugenommen, liegt aber ebenso weiterhin unter dem Vor-Corona-Niveau (2019). Sowohl Heizöl Leicht mit einem Minus von 3 Prozent und 23.000 verbrauchten Tonnen als auch Heizöl Extraleicht mit einem Minus von 13 Prozent und 434.000 Tonnen sind im ersten Halbjahr weiterhin rückläufig. Das insbesondere im Straßenbau eingesetzte Bitumen erfuhr von Jänner bis Juni 2022 ein deutliches Minus von 22 Prozent und sank auf rund 138.000 Tonnen.